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Unsere Geschichte.

Eine Hilfsorganisation entsteht nicht aus einem Plan. Sie entsteht aus dem Moment, in dem jemand nicht mehr nur zusieht.

In Afrika sind die ärmsten Bevölkerungsschichten Elend, Leid, Krankheit und mangelnder Bildung ausgesetzt. Millionen Menschen leben unterhalb der extremen Armutsgrenze — ohne sauberes Trinkwasser, ohne medizinische Versorgung, ohne den Zugang zu Bildung, der das nächste Kapitel ihres Lebens schreiben könnte.

Diese Realität ist nicht abstrakt. Sie hat Namen, Gesichter, Stimmen. Sie ist die Mutter, die ihr krankes Kind in den Armen hält und nicht weiß, wo der nächste Arzt zu finden ist. Sie ist das achtjährige Mädchen, das morgens vier Kilometer für einen Eimer Wasser läuft. Sie ist der Vater, der weiß, dass seine Tochter klug ist — aber kein Geld hat, sie zur Schule zu schicken.

Es sind diese dramatischen Fakten und ihre tragischen Auswirkungen auf die Betroffenen und deren Nachwuchs, die uns nicht losließen. Die uns wachhielten. Die uns dazu brachten, etwas zu tun.

„Wir konnten nicht länger nur lesen, was passiert. Wir mussten anfangen, etwas zu bewegen."

So entstand 2006 in Darmstadt die Initiative Afrika-Solidarität Deutschland: aus einer Gruppe junger Ingenieur:innen — zum Teil mit afrikanischen Wurzeln, alle vertraut mit den Realitäten vor Ort — die sich nicht länger mit dem Gefühl abfinden wollten, machtlos zu sein.

Was als kleines, ehrenamtliches Projekt begann, hat sich über knapp zwei Jahrzehnte zu einer Initiative entwickelt, die in mehreren afrikanischen Ländern Schulen mitbaut, medizinische Versorgung sicherstellt, sauberes Trinkwasser bringt und Patenschaften vermittelt — immer nach demselben Prinzip: Hilfe zur Selbsthilfe, getragen von Menschen vor Ort, begleitet von uns.

Wie alles begann.

Im November 2006 saßen einige junge Ingenieur:innen in Darmstadt zusammen — viele von ihnen hatten Familie, Kollegen oder Wurzeln in Kamerun, Senegal, Togo. Sie alle teilten dasselbe Bild: das einer Region voller Potenzial, aber blockiert von strukturellen Hindernissen, die mit etwas Hilfe zu überwinden wären.

Aus dem Gespräch wurde ein Plan. Aus dem Plan eine Satzung.

19.11.2006Eintragung ins
Vereinsregister Darmstadt

Politisch und konfessionell neutral, ausschließlich ehrenamtlich, gemeinnützig. Die ersten Patenschaften wurden noch im selben Jahr vermittelt. Das erste konkrete Projekt — ein Klassenraum in Kamerun — folgte 2013. Und seither: ein Schritt nach dem anderen, ein Dorf nach dem anderen, ein Kind nach dem anderen.

Wir sind nicht angetreten, Afrika zu retten.
Wir sind angetreten, denen zur Seite zu stehen,
die sich selbst helfen wollen.
— Gründungsidee, 2006