Im Norden Kameruns, in und um Ngaoundéré, bauten wir ein eigenes Gesundheitskontrollsystem an den Schuleintrittspunkten auf — inklusive Beobachtungs- und Isolationssystemen für Verdachtsfälle.
Ngaoundéré liegt im Norden Kameruns, weit entfernt von den Hochland-Regionen, in denen wir sonst aktiv sind — und die Ausgangslage war eine andere: größere Schulen mit mehr Schüler:innen pro Klasse, längere Anfahrtswege für medizinisches Personal, und ein Gesundheitssystem, das im Falle eines Ausbruchs kaum Kapazitäten für Isolation und Beobachtung gehabt hätte. Genau deshalb entschieden wir uns hier für einen strukturelleren Ansatz als in den übrigen Regionen: den Aufbau eines eigenen Kontrollsystems direkt an den Schuleintrittspunkten.
Verhinderung der Ausbreitung der Coronavirus-Epidemie in Schuleinrichtungen in und um Ngaoundéré durch ein systematisches Gesundheitskontroll-, Beobachtungs- und Isolationssystem.
An den Eingängen der beteiligten Schulen wurden feste Kontrollpunkte eingerichtet, an denen morgendlich Temperatur gemessen und Symptome abgefragt wurden. Schüler:innen mit Verdachtsmomenten wurden nicht abgewiesen, sondern in einem eigens eingerichteten Beobachtungsbereich betreut, bis Klarheit über ihren Zustand bestand — so blieb Bildung möglich, ohne das Risiko einer unkontrollierten Ausbreitung einzugehen.
Begleitend dazu liefen Schulungen für Lehrpersonal, damit die Kontrollen auch nach Ende unseres direkten Einsatzes eigenständig fortgeführt werden konnten.
Das Kontrollsystem an den Schuleintrittspunkten blieb auch über unseren direkten Einsatz hinaus in Betrieb und wurde von den Schulen eigenständig weitergeführt. Kein beteiligter Schulstandort musste wegen eines größeren Corona-Ausbruchs geschlossen werden.
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