Zwei Jahre, vier Schulungsfelder, eine neue Generation Junglandwirt:innen: nach dem Konzept der „Farmer Field Schools" haben wir in West-Kamerun Methoden des agrarökologischen Anbaus weitergegeben — für höhere Erträge, niedrigere Kosten und ein gesünderes Lebensumfeld.
In Kamerun haben sich in den letzten 25 Jahren sogenannte konventionelle Agrarmodelle stark verbreitet. Der Begriff Agrarökologie ist in vielen dicht besiedelten Regionen wie im Westen des Landes völlig verschwunden und selbst Junglandwirten wenig bekannt.
Der ökologische Landbau ist eine ausgewogene und nachhaltige Lösung, die mittel- und langfristig die Auswirkungen der Produktionsmethoden auf das Agrarsystem berücksichtigt. Er zielt darauf ab, Nahrungsmittel zu produzieren und gleichzeitig ein ökologisches Gleichgewicht zu wahren, um Bodenfruchtbarkeitsprobleme zu reduzieren.
Der ökologische Ansatz kann mehr Arbeitsplätze in ländlichen Gebieten schaffen mit deutlich höheren Erträgen. Die Betriebskosten für Saatgut, Landmiete, Reparaturen und Arbeitskräfte sind in einem ökologischen Landbausystem deutlich geringer im Vergleich zur konventionellen Produktion.
Junglandwirt:innen in Westkamerun sollen im Rahmen dieses Projekts Grundkenntnisse des ökologischen Landbaus vermittelt und deren Vielfalt durch entsprechende Praxiseinheiten etwa nach dem Konzept der „Farmer Field Schools" vertieft werden — um eine Steigerung ihres Haushaltseinkommens und damit eine Verbesserung ihrer Lebensqualität und Gesundheit zu ermöglichen.
Fortbildung von Junglandwirt:innen in folgenden Themen:
Vertiefung durch praktische Einheiten zur Umstellung auf Bio-Praktiken nach der Methode der „Farmer Field Schools" — Konzepte und Methoden aus Agrarökologie und Gruppen-Experimente werden kombiniert in gruppenbasierten Lernprozessen.
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